Die Zentralalpen

Tag 10 bis Tag 15 | Von Innsbruck bis Pfunders

Tagesetappen

Wanderin passiert rote Wegmarkierung im Hintergrund traumhaftes Bergpanorama

Tag 10

Innsbruck - Glungezerhütte

 

Typ: einfache Wanderung

Länge: 19km

Dauer: 5,5 Stunden

Höhenmeter: 950m im Aufstieg


Beschreibung: 

Die Wanderung führt uns immer entlang des Inns Richtung Osten, bis wir ihn beim Gewerbegebiet Rossau überqueren. Langsam immer höher, durch landwirtschaftlich geprägte Regionen, steigen und so über mehrere kleine Siedlungen mit Einkehrmöglichkeiten (z.B. Gasthof Larchnhittl in Tulfes) nach Tulfes auf. Von dort führt uns die Glungezerbahn bis zur Tulfeinalm und 1,5 Stunden später erreichen wir die Glungezerhütte, von wo wir erstmals in die Tuxer Alpen und bis zum Olperer sehen. Wer auf die Bahn verzichten möchte, muss zusätzlich 1.100 Höhenmeter und 3,5 Stunden Gehzeit einrechnen. 

 

Tipp: Die umfassend ausgebaute Glungezerhütte ist entsprechend der leichten Erreichbarkeit im Sommer oft stark frequentiert. Eine Reservierung ist unbedingt anzuraten.

 

Lohnende Varianten: Eine Möglichkeit die Glungezerhütte zu umgehen, ist die Alternative über den attraktiven Gwannsteig, der unterhalb des Gipfelgrates zur total urigen  Steinkasern Alm führt. Von hier aus über das Naviser Jöchl weiter zur Lizumerhütte.

 

Weniger Trittsicherheit ist bei der Variante über das Voldertal - Voldertalhütte - Naviser Jöchel - Lizumerhütte nötig. Du kommst bei der zauberhaften Schwarzbrunnalm vorbei. Ein echter Geheimtipp und eine hervorragende Alternative, falls du die fordernde Gratwanderung scheust oder das Wetter nicht mitspielt. Die Variante über Wattens - Wattental direkt zur Lizumerhütte ist nicht zu empfehlen. Sie ist nicht annähernd so eindrucksvoll. 

 

Übernachtung: 

> Glungezer Hütte: 0043 (0) 5223 - 78 018 


spektakuläres Gipfelmeer

Tag 11

Glungezerhütte - Lizumerhütte

 

Typ: anspruchsvolle, lange Wanderung, Trittsicherheit, kurze Kletterpassage, gutes Wetter nötig!

Länge: 15km

Dauer: 8 - 9 Stunden

Höhenmeter: 750m im Aufstieg, 1.330m im Abstieg


Beschreibung:

Lange, anspruchsvolle Etappe in großer Einsamkeit. Heute überschreiten wir 7 Gipfel, alle über 2.600m. Teilweise etwas ausgesetzt, ist Trittsicherheit und stabiles Wetter ist Grundvoraussetzung. Wir müssen früh aufbrechen. Dann jedoch sind die Ausblicke beeindruckend, wir sehen zurück auf die Berge des Karwendel, bis hinein ins Rofan, erblicken die Kitzbüheler Alpen, die hohen Tauern und die Gletscher der mächtigen Stubaier Alpen. 

 

Achtung: Es finden regelmäßig Schießübungen am Truppenübungsplatz Lizum/Walchen statt, die Zeiten der Übungen erfährst du beim Hüttenwirt.

 

Übernachtung:

> Lizumerhütte: 0043 (0) 664 - 647 53 53 


Bergsee bei Sonnenuntergang im Hintergrund Gipfelpanorama

Tag 12

Lizumerhütte - Tuxer Joch Haus

 

Typ: mittelschwere Wanderung ,Trittsicherheit

Länge: 12km

Dauer: 6 - 7 Stunden

Höhenmeter: 1.200m im Aufstieg, 900m im Abstieg


Beschreibung:

Anfangs begleitet von einer beeindruckenden Bergkulisse, erreichen wir im späteren Tagesverlauf die im Sommer wenig attraktive Skiregion Hintertux. Trotzdem finden wir natürlich auch unterwegs schöne Plätze, wie z.B. den tiefblauen, inmitten eindrucksvoller Gipfel eingebetteten Junssee. Wir sehen aber auch die verheerenden Auswirkungen eines riesigen Skigebietes auf die Gletscherlandschaft und den massiven Eingriff in die Landschaft. 

 

Übernachtung: 

> Tuxer Joch Haus: 0043 (0) 5287 - 87 216


Wanderer überquert kristallklaren Bergsee

Tag 13

Tuxer Joch Haus - Friesenberghaus

 

Typ: anspruchsvolle Wanderung ,Trittsicherheit

Länge: 8km

Dauer: 5 - 6 Stunden

Höhenmeter: 1.000m im Aufstieg, 850m im Abstieg


Beschreibung:

Wir verlassen den wenig attraktiven Skizirkus und wandern am Spannagelhaus vorbei, hinauf Richtung Friesenbergscharte, eine der Schlüsselstellen der Wanderung. Der Aufstieg ist zwar steil, aber nicht schwierig und oben überrascht uns ein kleiner Durchgang, hinter dem sich das Gipfelmeer der Zillertaler Alpen öffnet. Unter uns sehen wir schon das heutige Tagesziel, das Friesenberghaus, idyllisch an einem See gelegen. Wir müssen aber noch den mit Stahlseilen versicherten, sehr steilen, wieder abwärts führenden Weg bewältigen, Trittsicherheit ist hier gefragt. Im Friesenberghaus gibt es gutes Essen, die Matratzen sind allerdings durchgelegen und wer größer als 1,75m ist, wird keine große Freude haben. Wir schlagen vor, zur modernen Olpererhütte weiter zu gehen.

 

Übernachtung:

> Friesenberghaus: 0043 (0) 676 - 749 75 50

> Olpererhütte:  0043 (0) 664 - 417 65 66 


Schlegeisspeichersee von oben Nähe Olperer Hütte

Tag 14

Friesenberghaus nach Stein

 

Typ: einfache, lange Wanderung über gute Wege

Länge: 16km

Dauer: 8 - 9 Stunden

Höhenmeter: 550m im Aufstieg, 1.450m im Abstieg


Beschreibung: 

Die heutige Wanderung führt uns vorbei an der Olpererhütte, die traumhaft über dem Schlegeisspeichersee liegt. Ein neu und aufwändig angelegter Weg, der sich im Gegensatz zum alten nicht hinunter zum Stausee, sondern fast auf gleichbleibender Höhe oben entlang zieht, macht den Großteil des heutigen Tages zum Genuss. Schon jetzt sehen wir das Pfitscher Joch und es scheint greifbar nahe. Davon darf man sich aber nicht täuschen lassen. Der Pfad führt nämlich immer wieder in die Täler hinein und wieder hinaus und so dauert es deutlich länger, als man meinen würde. Am Pfitscher Joch angekommen, überqueren wir die österreichisch-italienische Grenze und wandern über steile Wiesen und Zirbenwälder hinunter ins Tal. Unser heutiges Ziel ist der einfache Gasthof Stein dort wartet ein Abendessen, das wir uns reichlich verdient haben.

 

Übernachtung: 

> Gasthof Stein: 0039 - 0472 - 63 01 30


Wanderin unterwegs auf schmalem Pfad gesäumt mit Nadelbäumen

Tag 15

Stein - Pfunders

 

Typ: vorwiegend einfache aber lange Wanderung

Länge: 16km

Dauer: 8 - 9 Stunden

Höhenmeter: 1.100m im Aufstieg, 1.550m im Abstieg


Beschreibung: 

Mit der Etappe verabschieden wir uns von den Zentralalpen und sehen in der Ferne schon die unverwechselbaren Silhouetten der Dolomiten. Der Weg ist in der ersten Hälfte deutlich weniger frequentiert, als die Wege der letzten Tage. Teilweise suchen wir den Pfad und gehen kniehoch durchs Gras. Der obere Teil ist sehr steil und führt über Geröll, hier ist Konzentration gefragt, ansonsten verläuft der heutige Tag über einfache Bergwege. Ein langer Abstieg liegt noch vor uns, bevor wir wieder im Tal ankommen. Pfunders verfügt über wenige Übernachtungsmöglichkeiten, reservieren ist sinnvoll. Einen guten Eindruck macht der Gasthof Brugger.

 

Übernachtung:

> Gasthof Brugger: 0039 - 0472 - 54 91 55