Das südliche Alpenvorland und die Piave-Ebene | Tag 27 bis
Tag 32
Belluno bis Venedig
Das
südliche Alpenvorland und die Piave-Ebene | Tag 27-32 auf
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Tag
27 | Belluno - Revine
Typ: einfache, lange Wanderung auf guten Wegen
Länge: 25 km
Dauer: 8 Stunden
Höhenmeter: 800 in Aufstieg, 900 im Abstieg |
Beschreibung:
Heute haben wir die letzten nennenswerten Höhenmeter
und damit auch die letzte Bergtour vor uns, ab dann geht es über
Hügelland und die Ebene. Anfänglich wandern wir durch
kleinere Ortschaften mit hübschen Blicken über Belluno,
später über liebliche Almen und asphaltierte Abschnitte
wechseln mit Weide- und Forstwegen. Tipp: Die
Variante über den Col Visentin ist eine besondere Tour, sofern
noch ein Zusatztag Zeit ist, denn nach Norden sieht man ein Gipfelmeer
und kann stolz darauf sein, welchen Weg man schon geschafft hat.
Nach Süden erstreckt sich eine traumhafte Hügellandschaft
und bei klarem Wetter sieht man - mit viel Glück - schon
das Meer. In dem Fall würde sich das Rifugio 5°Art. Alpina
(Rifugio Visentin) zur Übernachtung anbieten.
Übernachtung:
Ai Cadelach
Hotel Giulia (0039 0438 52 30 10)
Alternative:
Rifugio 5°Art. Alpina (Rifugio Visentin) (0039 0437
27 110)
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Tag
28 | Revine - Priula
Typ: einfache Wanderung, der Verkehr wird wieder
dichter
Länge: 27 km
Dauer: 7 Stunden
Höhenmeter: 400 im Aufstieg, 500 im Abstieg |
Beschreibung:
Die Berge liegen hinter uns und fast idyllisch anmutendes
Hügelland begleitet uns ab jetzt. Immer wieder wandern wir
durch kleinere Orte, über die Verpflegung und Wasser müssen
wir uns also keine Gedanken mehr machen. Für eine Rast an der
malerischen Mühle Mulinetto della Croda sollte Zeit sein, bevor
wir dem kleinen Bach Lierza folgen. Einen guten Teil des Weges bestreiten
wir nun teils auf stark frequentierten Straßen, bis wir am
Piavedamm weiter zu unserem Tagesziel marschieren.
Übernachtung:
Hotel
San Carlo (Albergo Ponte Priula) (0039 0438 27 0 22)
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Tag
29 | Priula - Bocca Callalta
Typ: einfache Wanderung teilweise entlang der Piave.
Länge: 26 km
Dauer: 6 Stunden |
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Beschreibung:
Es ist soweit, keine Höhenmeter mehr, nur noch ebene
Strecken. Trotzdem ist die Wanderung recht anstrengend, vor allem
an den Abschnitten, die viel befahrenen Straßen und Asphalt
folgen. Immer wieder geht es aber auch der Piave entlang, die
mit ihrem Wildflusscharakter sehr reizvoll sein kann. Die Orientierung
gerade auf diesem Abschnitt ist phasenweise nicht einfach und
es empfiehlt sich hier wirklich, den Routen der Wanderführer
genau zu folgen. Wer sich hier verläuft, muss oft viele Kilometer
in Kauf nehmen, da die Piave viele Arme und Zuflüsse hat,
die nicht überschreitbar sind. Sehr angenehm ist dann der
weitere Verlauf entlang des Dammes, den wir erst am Ende der Tour
verlassen, um nach Bocca Callalta zu gelangen.
Übernachtung:
Albergo
Callalta (0039 0422 895715)
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Tag
30 | Bocca Callalta - Jesolo
Typ: einfache, aber sehr lange Wanderung
Länge: 33 km
Dauer: 8 - 9 Stunden |
Beschreibung:
Heute können wir unsere konditionelle Entwicklung
deutlich sehen, waren entlang der Isar 22 km anfänglich schon
anstrengend, laufen wir inzwischen die 33 km, auch wenn es wirklich
weit ist, eindeutig beschwingter und leichter. Wieder marschieren
wir über den Damm entlang der Piave, einige Abkürzungen
sind zwar möglich, ob die 45 Minuten Zeitersparnis die laute
Straße wert sind, muss wohl jeder selbst entscheiden. Gegen
Ende der Wanderung erreichen wir die alte Piave Richtung Lagune
und auch wenn wir das Meer schon teilweise riechen können,
zu sehen bekommen wir es noch nicht. Doch das Wissen, bald am
Meer zu sein, tröstet über die, am Ende wenig erbauliche,
Wegstrecke nach Jesolo.
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Tag
31 | Jesolo - Markusplatz Venedig
Typ: einfache Wanderung
Länge: 23 km
Dauer: 6 Stunden |
Beschreibung:
Gleich zwei Highlights erwarten uns heute. Der erste
Blick auf´s Meer und unser Ziel am Markusplatz. Doch der
urbane Weg nach Lido di Jesolo lässt sich erst mal nur ertragen,
weil der Gedanke an das Meer uns förmlich antreibt. Wir zehren
von einem unglaublich intensiven Gefühl. Bald ist der Strand
erreicht, wo wir uns die Schuhe von den Füßen reißen
werden, in die Wellen rennen und wissen, wir haben es geschafft!
Nichts wird uns heute mehr daran hindern unser Ziel zu erreichen,
das wir seit 4 Wochen ständig vor den Augen haben.
Aber bevor es soweit ist, müssen wir noch entscheiden: Den
anstrengenden Weg über den weichen Sand am Strand oder die
viel befahrene Schnellstraße. Aber am finalen Tag ist es
letztlich ganz egal, wie wir zur Anlegestelle Punta Sabbione kommen.
In dem Moment, in dem wir die Fähre betreten, können
wir kaum fassen, dass die Wanderung München-Venedig nun so
gut wie vorbei ist. Die Zeit auf der Fähre brauchen wir,
um zu begreifen, dass unser Abenteuer nun zu Ende ist.
In den letzen Wochen
haben wir alle Höhen und Tiefen durchlebt, haben unseren
inneren Schweinehund überwunden und sind über uns hinaus
gewachsen. Die Stille der Berge hat unsere Seele berührt.
Heute erreichen wir Venedig mit einem lachenden und einem weinenden
Auge. Wir sind überglücklich und stolz und spüren
einmal mehr, welche Tiefe in den Worten steckt, die da lauten:
Der Weg ist das Ziel ...
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